Lebensmittel der Woche #5 – Knoblauch

Inwiefern Knoblauch vor Vampiren schützt, darf getrost bezweifelt werden.

Eins ist jedoch sicher: Der Gesundheit dient Knoblach auf jeden Fall. Die kleine Knolle wird seit jeher nicht nur als würzende Zutat, sondern auch medizinisch eingesetzt.

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Man geht davon aus, dass der Ur-Knoblauch bereits vor etwa 5.000 Jahren in Zentralasien angebaut wurde und von dort aus über den Vorderen Orient nach Europa kam. Bereits in Ägypten wurde die Knolle als heilige Pflanze angesehen und den Pharaonen als Grabbeigabe mit auf ihren letzten Weg gegeben. Arbeiter am Bau der Pyramiden erhielten rohe Zwiebeln und Knoblauch, um ihre Gesundheit und Kraft zu erhalten. Kamen römische Ärzte in ein neues Land, pflanzten sie zuallererst Knoblauch an. Im Mittelalter wurde Knoblauch zudem gegen die Pest und andere ansteckende Krankheiten verwendet, später dann auch gegen Skorbut und Rheuma.

Doch wo immer auch der Knoblauch angepflanzt und medizinisch angewendet wurde, seine Haupteinsatzgebiete waren nahezu überall dieselben:

  • Verdauungsstörungen
  • Atemwegserkrankungen
  • Infektionen aller Art
  • Schlangenbisse
  • Wurmbefall
  • und allgemeine Schwächezustände.

Besonders bekannt ist, dass der Knoblauch Blut, Herz und Gefässe gesund hält. Weit weniger bekannt ist, dass der Knoblauch den Darm desinfiziert und auch bei Diabetes erstaunliche Wirkungen haben kann. Eine Reihe wissenschaftlicher Studien bestätigt mittlerweile die seit langem in der Naturheilkunde bewährten Einsatzmöglichkeiten der geschmackvollen Wunderknolle namens Knoblauch

Knoblauch wirkt gar in manchen Fällen besser als Antibiotika, z. B. dann, wenn Bakterien bereits antibiotikaresistent sind. Die krebshemmenden Eigenschaften von Knoblauch werden ihm nicht mehr nur nachgesagt, sondern sind mittlerweile durch eine Reihe von Studien belegt (z. B. Mirelman, David (2005).)

Die Knolle enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, unter anderem Vitamin A, B und C, sowie Kalium und Selen. Darüber hinaus wirken Sulfide (Schwefelverbindungen) – sie können Parodontose und Erkältungen entgegenwirken, den Blutdruck senken und den Köper bei der Entgiftung unterstützen
Weitere postive Eigenschaften:
  • Alterungsprozesse des Gefässsystems (Arteriosklerose) können eingedämmt werden
  • Verbesserung der Fliesseigenschaften des Blutes
  • normalisiert Blutdruck
  • Regulierung der Blutfettwerte
  • kann Blutgerinnseln entgegen wirken
  • kann Thrombose und Schlaganfällen vorbeugen
  • wirkt gefäßerweiternd, somit nicht uninteressant bei Erkrankungen wie Alzheimer, Demenz, grauer und grüner Star.
  • fördert den Erhalt der gesunden Darmflora
  • stärkt das Immunsystem
  • beschleunigt die Heilung bei Harnwegsinfekten
  • wirkt krebshemmend (s.o.)
  • schützt die Leber und kann so negative Folgen von Alkoholkonsum abmildern
  • äußerlich heilsame Wirkung bei Warzen, Hühneraugen, Ohrentzündungen, Rheuma, Ischias und Hexenschuss, Kopfschmerzen, Hautflechten und Insektenbisse.

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Obwohl die positiven Wirkungen von Knoblauch auf die Gesundheit sicherlich letztlich auf den Gesamtverbund aller Inhaltsstoffe zurückzuführen ist, gilt insbesondere die Schwefelverbindung Allicin als jener Stoff, dem der Knoblauch nicht nur seinen Geruch, sondern sogar seine Hauptwirkung verdankt. Erst wenn die Knoblauchzellen durch Schälen, Schneiden oder Hacken verletzt werden, wird ein Enzym namens Alliinase freigesetzt, welches unter dem Einfluss von Luft augenblicklich mit dem in der Knoblauchzehe vorhandenen Alliin reagiert. Aus dieser Reaktion entsteht Allicin.
Dieses Enzym erhöht im Blut den Spiegel von antioxidativ wirksamen Enzymen. Auf diese Weise können vermehrt freie Radikale abgefangen und Schäden an den Zellmembranen vermieden werden. Der Alterungsprozess wird dadurch verlangsamt.


Vorsicht: In der Mikrowelle werden fast alle Inhaltsstoffe zerstört.

Knoblauchknollen sollten in der Küche kühl und trocken, im Sommer im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden.

Nach Anbruch einer Knolle sollte diese innerhalb von 10 Tagen aufgebraucht werden, damit die einzelnen Zehen nicht austrocknen.

Grundsätzlich gilt: Je frischer und saftiger, desto besser.

Die Liste all der positiven Wirkungen des Knoblauchs auf die Gesundheit ist lang, doch der alleinige Verzehr von Knoblauch kann nicht alle Krankheuten komplett vorbeugen. Die sich aus der Kombination von gesunder Lebensweise und dem regelmässigen Verzehr von Knoblauch ergebenden Synergieeffekte sind jedoch sicher nicht zu unterschätzen.
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